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Mittwoch, 28. Dezember 2016

Fertig

Wenige Tage nach den Weihnachtsfeierlichkeiten erkläre ich diese kleine Adventsaktion hiermit für beendet. Ein paar Bücher haben durchaus einen neuen Besitzer gefunden, was mich erstens freut. Zweitens gibt es mir schon auch ein bisschen zu denken, dass das Geschenkangebot im Internet auf so wenig Verständnis gestossen ist. Kaum Kommentare, tja, niemand hat sich um die angepriesenen Trouvaillen gerissen. Ist es schieres Unverständnis? Teilt denn niemand da draussen im Netz meinen Lesegeschmack und meine Papierliebe? Oder ist was nichts kostet, halt nichts wert? Jedenfalls musste der Franz das Paketporto für kein einziges Buch berappen, einige Freunde im Büro nahmen mir aber eine kleine Altlast ab. So bin ich die Sammlung Stück für Stück losgeworden. Als weitaus kundenfreundlichste Art der Bücherweitergabe erwies die gute alte Kiste auf dem sonnigen Schaufenstersims, wo «Zum Mitnehmen» drauf stand. Nun aber, da alle glücklich und froh sind, können wir endlich weiter schaffen. Danke fürs Mitlesen, und guten Rutsch!

Montag, 5. Dezember 2016

Nummer 5: Die Autobio der lebenden Legende

Möge es noch lange dauern, das wunderliche Leben von Wolf Schneider.
Zum 90. Geburtstag im Jahre 2015 hat sich der Stilpapst der Deutschen Sprache selbst ein Geschenk gemacht: Die Autobiografie. Er kann also nicht nur sehr gut kritisieren und belehren, sondern prächtig schreiben, im Fall! Das Buch mit dem sinnigen Titel «Hottentottenstottertrottel» ist dick genug für ein Paket und liest sich im Nu. Man erfährt darin unter anderem, wieso halb Deutschland einst Hitler zujubelte, bevor es dann doch nicht so gut herauskam.

Vielleicht hat ein Kollege von der Weltwoche Interesse an dieser Lektüre? Ein Mail an den Postkartenfranz genügt. Lieber nicht über Instagram bitte, denn dort guckt er tagelang nicht nach.

Freitag, 2. Dezember 2016

Nummer 2: Bye Bye Buddenbrooks

Ungelesen seit 1945: Hübsche Originalausgabe der Buddenbrooks aus dem Brocki.
Mit Thomas Mann ist das ja so eine Sache. Neulich war ich wieder mal in Hamburg, aber zum Lesen bin ich auf der Reise kaum gekommen. Diese süsse zweibändige Ausgabe der Buddenbrooks habe ich vor ein paar Jahren mit besten Vorsätzen in einem Brockenhaus abgestaubt. Gelesen habe ich natürlich keine Zeile, es weiss ja eh jeder, was drin steht: Aufstieg und Niedergang eines Handelsgeschlechts. Nobelpreiswürdig, blablabla.

Die zwei Bücher nehmen nicht viel Platz weg, niemand hat sie je gelesen, aber sie machen sich sehr gut in jedem Büchergestell. Vielleicht in deinem? Sei schnell und schreibe ein Email an den Postkartenfranz mit dem Betreff «Ausmisten im Advent». Danke!

Mittwoch, 30. November 2016

Avant propos

Ernst Deutsch macht Theater.
Nun, während das Jahr 2016 langsam zur Neige geht, möchte ich im Advent mehrere Probleme auf einmal loswerden. Erstens platzt mein Büchergestell aus allen Nähten. Zweitens ist mir jedes einzelne Buch darin doch zu sehr ans Herz gewachsen, um es in einer Kiste einfach auf die Strasse zu stellen oder gesammelt ins Brocki zu spedieren. Das werde ich aber tun müssen, bevor das neue Jahr anbricht.

Deshalb habe ich im Sinne einer letzten Chance beschlossen, jeden Tag des kommenden Advents eines oder mehrere Bücher in ein Törli zu stellen. Wer dann am richtigen Ort zuerst klickelickt und kommentiert mit beliebigen Phrasen wie «bitte ja», «gerne, aber sofort», «ich will» oder «I like», dem tu ich die Bücher dann in ein Paket und schicke es ihm zu. Vom verschollenen Postkartenfranz wurde mir nämlich noch eine prall volle Portokasse und eine analoge Adresskartei hinterlassen, die ich zum Versand der Bücher verwenden möchte. Irgendwelche Fragen?

Ach ja, das Kleingedruckte: Alle Bücher in diesem «Blog» sind unkäufliche Einzelstücke, die gibts nur einmal und dann nie wieder. Das ist auch kein kommerzielles Angebot, sondern eine Wohltätigkeitsaktion, ehrlich! Der Rest sollte eigentlich dann für sich selbst sprechen. Bin ja gespannt, ob das läuft. Danke fürs Mitmachen!