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Sonntag, 18. Dezember 2016

Nummer 18: Innerschweizer Schund

Hier handelt es sich zweifelsohne um Schund. Aber das ist wenigstens ehrlich.
«Leuchtfeuer der Lust» und «Gnadenschuss der Liebe» sind zwei Trivialliteraturtitel. Es fällt mir sehr schwer, die beiden Schundbänder weg zu geben, obwohl sie sogar in ein mittelgrosses Briefcouvert passen.

Wer möchte sich die zwei heissen Stücke zu Gemüte führen? Ein Kommentarklick genügt, und dann wie immer den Franz kontaktieren, ASAP via die üblichen Kanäle. Der rasantere ist der gschussere!

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Zwischenstand

Büchersegen an der Müllerstrasse im Advent.
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Gorbatschov hatte halt schon recht, aus der Distanz betrachtet. Nach einer guten Woche des frohen Bücherverschenkens auf diesem ollen Blog halte ich fest: Drei Stück sind schon weg, in guten Händen, die anderen versuchen am Strassenrand, der drohenden Verbrennung zu entgehen. Drücken wir ihnen die Daumen. Und alle, denen Bücher am Herzen liegen, können mithelfen: Jeder Kommentar zählt.

Montag, 5. Dezember 2016

Nummer 5: Die Autobio der lebenden Legende

Möge es noch lange dauern, das wunderliche Leben von Wolf Schneider.
Zum 90. Geburtstag im Jahre 2015 hat sich der Stilpapst der Deutschen Sprache selbst ein Geschenk gemacht: Die Autobiografie. Er kann also nicht nur sehr gut kritisieren und belehren, sondern prächtig schreiben, im Fall! Das Buch mit dem sinnigen Titel «Hottentottenstottertrottel» ist dick genug für ein Paket und liest sich im Nu. Man erfährt darin unter anderem, wieso halb Deutschland einst Hitler zujubelte, bevor es dann doch nicht so gut herauskam.

Vielleicht hat ein Kollege von der Weltwoche Interesse an dieser Lektüre? Ein Mail an den Postkartenfranz genügt. Lieber nicht über Instagram bitte, denn dort guckt er tagelang nicht nach.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Nummer 4: Zweimal Max Goldt, gebunden

Der Autor ist ja auch für seine Verlagswechsel bekannt: Hier zwei Rowohltausgaben.
Max Goldt ist der König. Er bleibt es auch, wenn ich mich wehmütig von zwei seiner grossartigen Werke aus meiner kostbaren Sammlung trenne. Sein besonderes Feingefühl fürs Formulieren hat Goldt ja immer auch in die Titel gesteckt. «Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens» ist so ein Beispiel. Niemand mag bestreiten, dass es keinen besseren Titel für einen Kolumnenband gäbe. Das andere Buch heisst QQ und es kommt gratis dazu. Die beiden Bücher wollen zusammen bleiben und nicht getrennt werden.

PS: Muss man auch beim vierten Törli das Funktionieren dieses Adventskalenders immer noch erklären? Wenn jetzt ein Tor daher kommt und das System immer noch nicht checkt, dann soll er doch bitte die alten Postings lesen. Aber eins sei gesagt: Weg ist weg.   

Samstag, 3. Dezember 2016

Nummer 3: ein Klassiker

Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte: In Törli Nummer 3 ist ein dickes Buch.
Ich erinnere mich schwach, dass ich mal ein paar Sätze von Leopold «Poldi» Blooms langem Tag gelesen habe. Nun sucht das kaum berührte weltberühmte Werk einen neuen Eigentümer. James Joyce war ja auch mal in Zürich, und man könnte zur Übergabe dieses Werks einen Termin an seinem Lieblingsplatz vereinbaren, wo das Denkmal des Autors steht, ohne dieses zu nennen.

Wollen wir? Wer möchte? It's all yours!

PS zum Vorgehen: Liken, teilen, kommentieren, klick, klick, klick. Wenn niemand sich meldet, wandert das Buch ins Altpapier. Aber das wäre doch sehr schade, oder?

Freitag, 2. Dezember 2016

Nummer 2: Bye Bye Buddenbrooks

Ungelesen seit 1945: Hübsche Originalausgabe der Buddenbrooks aus dem Brocki.
Mit Thomas Mann ist das ja so eine Sache. Neulich war ich wieder mal in Hamburg, aber zum Lesen bin ich auf der Reise kaum gekommen. Diese süsse zweibändige Ausgabe der Buddenbrooks habe ich vor ein paar Jahren mit besten Vorsätzen in einem Brockenhaus abgestaubt. Gelesen habe ich natürlich keine Zeile, es weiss ja eh jeder, was drin steht: Aufstieg und Niedergang eines Handelsgeschlechts. Nobelpreiswürdig, blablabla.

Die zwei Bücher nehmen nicht viel Platz weg, niemand hat sie je gelesen, aber sie machen sich sehr gut in jedem Büchergestell. Vielleicht in deinem? Sei schnell und schreibe ein Email an den Postkartenfranz mit dem Betreff «Ausmisten im Advent». Danke!

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Nummer 1: The Hitchhikers Guide To The Galaxy (complete english paperback edition)

Mostly Harmless: Alle fünf Hitchhiker-Taschenbücher in Englisch.
Das erste Törli eines Adventskalenders ist ja immer ein bisschen bombastisch, und auch hier wollen wir nicht geizen: Diese fünf Taschenbücher befinden sich nicht weniger als 20 Jahre in meinem Besitz. Jetzt müssen sie weg.

Muss man Douglas Adams erklären? 1996, als ein gewisser Bandit namens Bob Doyle für das Amt des Amerikanischen Präsidenten kandidierte, las ich den Hitchhiker's Guide und notierte gleich, das sei das beste Buch meines Lebens, für immer. Jetzt ist es für ein einziges Like zu haben, zusammen mit den vier Folgebüchern. Die sind zwar nicht ganz so gut wie das erste, aber auch sehr lustig. Also: So long, and Thanks for all the fish.

PS: Mmh, weil es für uns alle das erste Mal ist, wie wollen wir das jetzt machen mit dem Versand? Vorschlag: Schick doch dem Postkartenfranz ein Email mit der Adresse, der macht so gerne Pakete. Und für immer gilt: De Gschwinder isch de Gschusser.

Mittwoch, 30. November 2016

Avant propos

Ernst Deutsch macht Theater.
Nun, während das Jahr 2016 langsam zur Neige geht, möchte ich im Advent mehrere Probleme auf einmal loswerden. Erstens platzt mein Büchergestell aus allen Nähten. Zweitens ist mir jedes einzelne Buch darin doch zu sehr ans Herz gewachsen, um es in einer Kiste einfach auf die Strasse zu stellen oder gesammelt ins Brocki zu spedieren. Das werde ich aber tun müssen, bevor das neue Jahr anbricht.

Deshalb habe ich im Sinne einer letzten Chance beschlossen, jeden Tag des kommenden Advents eines oder mehrere Bücher in ein Törli zu stellen. Wer dann am richtigen Ort zuerst klickelickt und kommentiert mit beliebigen Phrasen wie «bitte ja», «gerne, aber sofort», «ich will» oder «I like», dem tu ich die Bücher dann in ein Paket und schicke es ihm zu. Vom verschollenen Postkartenfranz wurde mir nämlich noch eine prall volle Portokasse und eine analoge Adresskartei hinterlassen, die ich zum Versand der Bücher verwenden möchte. Irgendwelche Fragen?

Ach ja, das Kleingedruckte: Alle Bücher in diesem «Blog» sind unkäufliche Einzelstücke, die gibts nur einmal und dann nie wieder. Das ist auch kein kommerzielles Angebot, sondern eine Wohltätigkeitsaktion, ehrlich! Der Rest sollte eigentlich dann für sich selbst sprechen. Bin ja gespannt, ob das läuft. Danke fürs Mitmachen!